Löchrig wie ein Schweizer Käse

Ich machte mir ständig irgendwelche Pläne. Ich plante alles bis aufs kleinste Detail. Ich versuchte alles ganz genau so zu machen, wie ich es durchdacht hatte. Ich war eine Perfektionistin. Es war abends. Ich saß in meinem Zimmer. Es war fast ganz dunkel. Das einzige was leuchtete war meine Scheibtischlampe. Ich versuchte noch ein bisschen zu arbeiten. Zusätzlich zu arbeiten. Normalerweise arbeitete ich als Marketing-Chefin in einem großen Unternehmen. Ich hatte das geschafft, was ich mir immer vorgenommen hatte. Ich wollte erfolgreich sein. Eine erfolgreiche Frau, die auf ihren eigenen Beinen stehen konnte. Ich hatte es geschafft. Mein Plan hatte funktioniert. Bis er drohte löchrig zu werden. Löchrig, wie ein Schweizer Käse.

Das war nicht mein einziger Plan. Ich hatte noch mehr Pläne. Große Pläne. Ich wollte mein eigener Chef werden. Nun war es an der Zeit mein eigenes Unternehmen zu gründen. Dafür arbeitete ich nachts. Fast jede Nacht. Ich hatte mir ja schließlich meinen Zeitplan gemacht, wo ich alles genau eingeteilt hatte. Mein Freund und ich verschoben extra unsere Familienpläne, damit ich genug Zeit für meine berufliche Karriere hatte. Dafür liebte ich ihn. Er unterstütze mich einfach in sämtlichen Lagen.

Ich schaute in meinen perfekt sortierten Kalender. Morgen stand ein Arzttermin an. Auf den habe ich eine Ewigkeit warten müssen. Ich musste zum Neurologen. Irgendwie plagten mich seit einiger Zeit heftige Kopfschmerzen. Zudem wurde mir öfter mal schwindelig. Ich vermutete einfach nur Überlastung. Mein Freund hatte Angst. Wegen ihm machte ich dann diesen Termin, damit er beruhigt sein kann. Und ich auch.

Ich ging ins Bett.

(Nächster Tag)

War ich nun beruhigt?

Ich weiß nicht so recht. Ich war auf dem Weg nach Hause. Die Ergebnisse der CT in meiner Tasche. In meinem Terminkalender stand nun eigentlich ein weiterer Termin. Ich fuhr nach Hause. Sehr unüblich. Mein Freund war verdutzt. Er dachte ich würde noch zu einem Mandanten fahren. Nein. Ich wollte nach Hause. Ich wollte nur noch nach Hause. Ich musste nach Hause. Ich konnte gar nicht anders. Er fragte mich, wieso ich den Termin absagte. Ich weinte.

Mein Plan hatte Löcher bekommen.

Er war löchrig wie ein Schweizer Käse.

Ich war krank. Sehr krank sogar. Ich hatte einen Hirntumor. Meine Pläne musste ich auf Eis legen. Ich musste meine harte Arbeit beenden. Hätte ich was anders machen sollen? Hätte ich schon viel früher planen sollen? Hätte ich schon am Anfang meiner Karriere an meine Zukunft denken sollen? Hätte ich vielleicht nicht planen sollen? Nichts planen? Hätte ich mein Unternehmen spontan aufbauen sollen? Hätte ich nichts planen und einfach machen sollen? Fragen über Fragen. Es ging nicht mehr. Nicht jetzt. Ich musste pausieren. Ich musste meinen Traum erst einmal an den Nagel hängen. Ich musste meinen löchrigen Plan akzeptieren. Ich musste es absitzen. 

Und dann wieder kämpfen.

Bis zu meinem Traum.

Und vielleicht noch weiter.

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Oberteil: H&M

Rock: SheIn

Schuhe: Vans


 

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Niemals aufgeben ist hier das Stichwort! Macht das worauf ihr Lust habt und lasst euch nicht von EUREM Weg abbringen! Nicht einmal von euch selbst.

Eure Swantje 

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Comments

  1. 2. Juni 2017 / 19:30

    Oh nein, ich hoffe dir geht´s bald besser! Vielleicht hilft dir eine Pause. Nimm dir Zeit für dich und deine Gesundheit. Sie ist das wertvollste das wir haben :-*

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