Jetzt oder nie – Zeit ist Geld

In letzter Zeit verstärkt sich das Gefühl. Dieses Gefühl weg zu müssen. Etwas Neues anzufangen. Etwas Neues zu erschaffen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass man etwas verändern möchte oder sogar muss. Ich bin in meinem täglichen Trott. Die Routine scheint mich innerlich aufzufressen. Die Lage ist eindeutig. Ich muss etwas ändern. Ich muss weg. Ich muss endlich das machen, was mir Spaß macht. Die Frage ist nur, wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um etwas zu ändern? Jetzt oder nie.

Zeit ist Geld

Zeit kostet Geld. Viel Geld zu besitzen kostet Zeit. Wann soll man nun anfangen etwas zu ändern, wenn man erst einmal Zeit braucht, um viel Geld zu haben, damit man sich etwas Neues aufbauen kann? Man braucht gewisse Pläne, Ideen und die nötige Zeit, um ein neues Leben anzufangen. Naja... Was heißt neues Leben? Viel mehr ist es wahrscheinlich die Freiheit, die uns lockt. Die Sehnsucht nach Freiheit, die man in einem normalen Job wahrscheinlich nicht bekommen würde. Unsere Routine sperrt uns ein. Freiheit? Fehlanzeige.

Doch wann will man endlich anfangen ein glückliches Leben zu führen? Ab wann ist man bereit Opfer zu bringen und mutig zu sein?

Ein Leben führen, welches Spaß macht. Einen Job haben, der einen erfüllt oder einen Job ausüben, der sogar frei macht.

Jeder sollte sich doch bitte einmal fragen:

Bist du zufrieden in deinem Job?

Was erwartest du von deinem Leben?

Bist du glücklich?

Immer wieder stelle ich mir diese Fragen. Immer wieder. Und immer wieder ist diese kleine Zusatzfrage dabei. Wann ist es Zeit? Wann ist die Zeit gekommen, um etwas in seinem Leben zu ändern?

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Jetzt oder nie? Das ist die Frage

Jetzt oder nie lautet die Antwort. Noch ist man jung. Wenn man jung ist, dann stehen einem noch viele Türen offen. Genug Türen zumindest. Ehrlich gesagt habe ich bisher noch nie von jemandem gehört, dass er eine Reise oder ein anderes Abenteuer bereut hat. Immer wieder hört man nur ältere Menschen sagen, dass sie es leider damals nicht geschafft hätten und dass sie es bereuen, etwas nicht getan zu haben. Sie wollen sich am liebsten 30 Jahre "zurückbeamen" und ihre Chance erneut versuchen zu nutzen.

Doch warum leiden wir in solchen Situationen lieber, anstatt zu handeln? Wieso sind wir nicht einfach mal mutig genug, um etwas Neues anzufangen?

Haben wir eventuell keine Alternativen? Oder denken wir zumindest, dass wir keine haben? Wollen wir etwa nichts ändern, weil wir denken, wir wären sicher? Wir haben sicheres Einkommen, einen festen Schlafplatz und mindestens zwei Mahlzeiten am Tag. Oder wollen wir nichts ändern, weil man ja schließlich sowas machen muss? Die anderen müssen das ja schließlich auch machen? Einen normalen Job ausüben.

 

Der Selbstbetrug

Jeder neue Job und alle neuen Abenteuer stellen andere Anforderungen. Sofort ein Grund für uns die Situation als sehr risikoreich einzuschätzen. Dann sind wir doch lieber bequem und suchen wieder einen Job, der vermeintlich perfekt zu unseren Kompetenzen passt. Ohne Fortbildung oder sonstiges, was für uns Aufwand bedeutet. Etwas eigenes gründen oder etwas Neues ausprobieren? Wieso?

Andere wiederum beharren darauf, dass sie überhaupt nicht wissen würden, was sie wirklich machen wollen. Sie wissen ihrer Meinung nach überhaupt nicht was ihre Ziele sind. Aufgrund dessen machen sie lieber gar nichts und bleiben in ihrer derzeitigen Situation. Man ist ja schließlich zu jung, zu unerfahren, zu unkreativ und zu unflexibel.

Im Endeffekt gilt eigentlich nur noch: Wir können das alles so hinnehmen, wie es ist. Wir müssen es aber nicht. 

Entweder wir ändern jetzt unser Leben oder eben nie.

Wie würdet ihr die drei Fragen im Text beantworten?

 

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Comments

  1. 11. März 2018 / 11:49

    Ich finde den Text so gut geschrieben. Ich habe mittlerweile
    das Gefühl, dass es nur noch darum geht wer der Beste ist.
    Um der Beste zu werden muss man allerdings arbeiten, arbeiten
    und arbeiten.
    Somit hat man keine Zeit für sich selbst, seine Freunde, Hobbies
    und so weiter.
    Ich persönlich finde, dies sehr schade.
    Liebe Grüße
    Luisa von http://www.allaboutluisa.com/

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    • Swanted
      11. März 2018 / 13:14

      Danke dir 🙂
      Ja das stimmt leider… Und manchmal wissen wir denn gar nicht mehr, was wichtiger ist …

      Liebe Grüße zurück:)

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  2. 12. März 2018 / 21:36

    Wirklich toller Text! Was du ansprichst, ist ein Gefühl, das wahrscheinlich jeder kennt. Dass man Mittelmäßigkeit wegen ihrer Sicherheit mit Glück verwechselt. Und dieses leichte Zwicken, die Sehnsucht nach mehr von sich weg schiebt. Sich einredet, man könne es vertagen, bis irgendwann nichts mehr von der Zeit übrig ist. Das ist eine Angst, die heutzutage so viele teilen und leider trotzdem viel zu viele von uns im Alltag stecken bleiben…
    Ich studiere und ich bin glücklich mit meiner Wahl. Aber ich bereue, dass ich nicht nach meinem Schulabschluss direkt ein Jahr frei genommen habe, um die Welt zu entdecken. Wahrscheinlich wäre ich dann ganz wo anders – jedoch lerne ich daraus, dass ich mir die Zeit dafür nach dem Bachelor nicht selbst nehmen darf.
    Ich erwarte von meinem Leben Überraschungen, eine ganze Menge davon und Liebe und Momente, die ich festhalten will, festhalten kann um sie für immer in meinen Gedanken zu wahren. Für die Zeit in meinem Leben, in der ich vielleicht nicht mehr die Möglichkeit habe, so frei zu sein, wie ich es jetzt bin.
    Aber ich bin glücklich. Denn ich merke, dass ich Tag für Tag lerne, wer ich sein will. Wo mein Weg hingehen soll. Und was ich dafür tun muss.
    Beiträge wie deine erinnern mich daran – danke dafür!

    Viele liebe Grüße, Joana
    http://www.wildicate.de

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