Bahnhof der Gefühle

First Story

Ob am Flughafen oder am Bahnhof, diese Orte werden von Gefühlen überflutet. Heute auch schon wieder. Ich sitze im Zug. Auf dem Weg zum Flughafen. Gucke aus dem Fenster. Es ist herrliches Wetter. Die Sonne scheint. Normalerweise ist das ein Tag, den ich als absolut perfekt bezeichnen würde. Der Zug ist schon fast abfahrbereit. Draußen steht noch ein junges Paar. Sie hat lange blonde Haare. Er ist eher robust. Trägt eine Militäruniform. Vermutlich müssen sie sich gerade verabschieden. Für ein paar Wochen. Oder auch länger. Vielleicht Monate? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall sehen beide sehr traurig aus. Sie weint. Er blickt sie ganz verliebt an. Sie sind eng ineinander verschlungen. Ich fühle mit. 

Er steigt in den Zug. 

Noch steht er an der Tür. Er schaut sie an. Mit einem Blick,der "Es tut mir leid" aussagt. Sie weint noch immer. Ist total aus der Fassung. Der Zug rollt an. Ich sehe nur noch, wie ihre Lippen ein stummes "Ich liebe dich" formen. Er schaut ihr noch lange hinterher. Dann nimmt er den erstbesten Sitz und geht in sich. Er stützt den Kopf auf seine Hände. Ist total fertig. 

Nach kurzer Zeit kommt ein alter Mann auf ihn zu. 

"Na junger Mann, wo geht's denn hin?"

"Afghanistan."

Das macht die ganze Sache nicht gerade besser. Wie muss es sein, wenn man am Bahnhof steht und seinen Liebsten verabschieden muss. Für ein paar Wochen, für ein paar Monate oder vielleicht sogar für immer? 

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Second Story

Ich sitze gerade im Zug zu meiner Oma. Es regnet und stürmt. Der Bahnhof ist so gut wie verlassen. Keiner steht auf dem Bahnsteig. Nur ein Mann steht da. Er scheint auf jemanden zu warten. Durch den Regen ist er total durchnässt. Seine Haare liegen platt auf der Stirn. Er hat Blumen in der Hand. Er hat schon aufgegeben den Regenschirm festzuhalten. Es ist einfach zu windig. Doch die Blumen hält er fest in der Hand. Das hat er sich wohl vorgenommen. Das will er durchziehen. Der Zug hält. Kommt ganz zum Stehen.

Plötzlich.

Ein Kreischen. Gelächter. 

Tränen.

Keine Tränen der Trauer. Es sind Tränen der Freude.

Der Mann und eine Frau, vermutlich seine Frau, liegen sich in den Armen. Sie scheinen sich länger nicht gesehen zu haben. Er küsst sie von oben bis unten ab. Sie zittert am ganzen Körper. Sie lieben sich. Das kann man sehen. Ich muss lächeln. Ich freue mich mit dem Paar. Endlich vereint.

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Jacke: Asos

Pullover: Primark (Ähnlich: HIER)

Hose: H&M

Schuhe: Vans

Bandana: Primark (Ähnlich: HIER)


 

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Musstet ihr euch schon mal von irgendjemandem für eine lange Zeit trennen? Wie habt ihr das erlebt? Bzw. was habt ihr gegen den Kummer getan?

Eure Swantje

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Comments

  1. Lisa
    24. Mai 2017 / 5:54

    Wow! Das hast du wirklich sehr schön geschrieben. Ich musste mich zum Glück noch nie von jemanden für eine lange Zeit trennen. Aber ich denke da hillft nur regemäßig in Kontakt zu bleiben.
    Liebe Grüße Lisa♥
    lisaslovelyworld

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    • Swanted
      24. Mai 2017 / 8:01

      Ohjaaa…in der heutigen Zeit ist das ja alles möglich 🙂

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